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Der Sprit für die Modelldiesel

Skelett 2
  • Der Treibstoff für die Modelldiesel setzt sich hauptsächlich aus diesen Komponenten zusammen :
  • dem Schmierstoff,
  • dem energielieferndenTreibstoff,
  • der Zündhilfe
  • die Zusätze
  • Der Treibstoff ist gefiltertes reines Petroleum, das nicht zu lange gelagert werden darf, sonst flockt es aus. Lampenpetroleum enthält meistens Duftstoffe und rußt sehr stark. Dementsprechend würden auch unsere Modelle mit einem schwarzen Schmier überzogen werden. Es geht auch gut Kerosin.
  • Als Schmierstoff ist ansich reines Rizinusöl sehr geeignet. Leider hat es den Nachteil, daß es extrem verharzt. Jeder kennt das Problem mit gelagerten Motoren, die vorher nicht einwandfrei ausgewaschen wurden. Die neuen synthetischen Modellmotorenöle sind sehr gut geeignet, weil sie Additive enthalten, die die aggressiven Verbrennungssäuren binden und das Verharzen der Motore verhindern. Auch geeignet sind Zweitakteröle nichtselbstmischend auf Mineralölbasis. Das Motorenöl SAE 30 als HD-Öl ist nicht geeignet, es ist ein Umlauföl und nicht zur Verbrennung gedacht. Ein Mischen von Rhizinus und synthetischen Schmierstoffen ist bedenkenlos möglich.
  • Als Zündhilfe benötigt man Diethyläther ( mediz. Äther ), der schon bei niedriger Verdichtung zündet, und auch einen guten Teil der Energie liefert. Äther ist äußerst leichtflüchtig, und haut auch aus verschlossenen Kunststoffflaschen ab. Man bewahrt ihn deshalb besser in gutdichtenden Metallgefäßen auf.
  • Die Zusätze sind ein heikles Thema, weil sie allesamt ! hochgiftig ! sind. Verwendet man sie, muß man auch die Verantwortung für ihre Lagerung und Verwendung übernehmen. Erprobt sind Amylnitrit, Amylnitrat, Isopropylnitrit und Isopropylnitrat. Nitrobenzol wird auch oft genannt, ist aber meiner Meinung nach nicht so wirksam . Bei der Zündung im Verbrennungsraum zündet zuerst das Äther, daran entzündet sich dann das Petroleum. Diese Doppelzündung würde bei hohen Drehzahlen zu viel Zeit brauchen. Hier kommen die genannten Zusätze ins Spiel. sie vermitteln zwischen den beiden Stoffen, so daß sie gleichzeitig zünden. So sind hohe Drehzahlen beim Modelldiesel möglich, gleichzeitig wird das Startverhalten entscheidend verbessert und der Lauf ist weicher. Zudem wird weniger Kompression benötigt, das schont den Motor. Wenn manche sich jetzt an ihre Jugend erinnern, wie man versuchte, die alten Taifun- und Webradiesel anzuwerfen und immer wieder was auf die Finger kriegte, der Motor aber nicht zum Laufen zu bewegen war, so hatte sich warscheinlich ein guter Teil des Äthers schon aus der Titan-Einspritzpulle verdünnisiert, und Zusätze waren erst gar nicht vorhanden.
  • Die Mischung besteht etwa aus 38% Äther, 30% Petroleum, 30% Schmieröl und 2% Zusätzen. Kleinere Modelldiesel unter 1 ccm benötigen einen höheren Ätheranteil, bis zu 50% auf Kosten des Petroleumanteils. Für Rennmotore geht man mit dem Petroleumanteil auf Kosten des Ätheranteiles bis auf 45% hoch, der Schmierstoffanteil kann dann schon mal auf 20% gesenkt werden. Bei gut eingelaufenen kugelgelagerten Rennmotoren kann man den Schmierstoffanteil bis auf 12% senken, das bringt entsprechend mehr Leistung.