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Die bekannteste Drosselmethode über das Verengen des Ansaugquerschnittes mit Drosselklappen oder Drosselküken funktioniert beim Diesel nur bedingt. Anders als der Glühzünder benötigt der Diesel zum verbrennen der gleichen Treibstoffmenge wesentlich weniger Luft. Das heißt, schließt man die Luftzufuhr etwa zur Hälfte, so läuft der Motor mit voller Drehzahl weiter. Erst wenn man noch weiter schließt, kommt man langsam in den Bereich, wo das Gemisch überfettet. Die Vergaserdrossel ist beim Modelldiesel zwar effektiv, aber sehr schwer zu regeln.

Eine andere Methode ist das Drosseln der Motorleistung mittels Verringerung der Kompression. Damit läßt sich die Drehzahl sehr schön auf etwa  2000  1/min runterregeln. Das Problem bei den Gegenkolbenmotoren ist die ferngeregelte Mechanik zum verstellen des Kompressionsknebels. Die sind zum einen sehr schwergängig, zum anderen verändert sich die Einstellung durch Motortemperatur, Treibstoff und Wetter.

Die nächste Methode ist das überfetten des Gemisches. Dazu benötigt man eine fernregelbare Düsennadel. Früher wurde über einen zweiten Düsenstock und einen Spritschalter der überfettete Bereich zugeschaltet.

Die letzte Methode bedient sich der Regelung des Druckes im Kurbelgehäuse. Damit nimmt man dem Frischgas den Druck zum Überströmen. Das Kurbelgehäuse wird angezapft (meistens über den Gehäusedeckel) und der Druck wird geregelt abgelassen. Mit dieser Methode läßt sich der Motorlauf sehr gut regeln.

Ein Problem beim Drosseln von Modelldieseln haben aber alle Methoden :  Im gedrosselten Zustand kühlen die Motoren aus, und wenn nun auf Vollgas geregelt wird, benötigt der Motor einige Sekunden, seine Betriebstemperatur zu erreichen. Das heißt, die Modelldiesel nehmen nach dem Standgaslauf nur zögernd und stotternd wieder Vollgas an.